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Sommerbaby’s Erstausstattung für Sparsame und Vernünftige – Pt. 1 – Kleidung

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Unglaublich lange hab ich selbst recherchiert, als es darum ging eine wirklich sinnvolle Liste zur Erstausstattung für die Zeit im und nach dem Krankenhaus zu finden. Leider war ich nicht sehr erfolgreich und habe mich dann an eine vermeintlich weise Liste eines Babyausstatters gehalten – jaaa, ich höre ja schon wie sich jetzt manch einer mit der flachen Hand an die Stirn klatscht – keine gute Idee. Nun ja, ich schiebe diese geistige Umnachtung auf die weitverbreitete und stark unterschätzte Schwangerschaftsdemenz, die übrigens nahtlos in die Stilldemenz übergeht und bis heute als wunderbare Ausrede dient… Wie auch immer, es hat sich herausgestellt, dass doch vieles dessen, was auf der Liste zu finden war wenig Sinn gemacht hat und jetzt schön in der immer voller werdenden Wohnung unter einer dicken Staubschicht verschwindet (eigentlich verschwindet es gar nicht, sondern jedes einzelne Stück macht mir bei jedem Wiederentdecken ein wunderbar schlechtes Gewissen). Deshalb versuche ich nun die ultimative Liste hier aufzuführen, sie gilt nicht für all jene, die unbedingt für jeden Fall gewappnet sein wollen, irgendwo in der Wildnis Kanadas leben, weit weg von allen Babyläden und auch nicht für diejenigen, die sich mit dem bevorstehenden Nachwuchs eine praktische Ausrede für ein bisschen oder ein bisschen mehr Shoppingwahn erhoffen. Sie ist für all jene gedacht, die vielleicht nicht über den dicksten Geldbeutel verfügen oder einfach keinen Bock auf einen Messihaushalt haben, weil die Bude eh schon zu klein für alles und das Kind ist und vor allem ist es für diejenigen, denen bewusst ist – das nächste Geschäft ist nicht in Timbuktu und hat sicher 6 von 7 Tagen geöffnet. Also, bedenkt – mit dem Kindersegen ist nicht der nationale Notstand ausgebrochen – ihr könnt auch dann noch lostigern, oder den lieben Erzeuger losschicken (der ist sicher froh, wenn er mal die blasse Nase in den Himmel strecken darf und für ein paar Minuten durchatmen kann)… also losgeht’s mit dem ersten Teil zum Thema Kleidung, aber Achtung – hier geht es wirklich um die Erstausstattung, die Würmchen wachsen unglaublich schnell aus allem raus und später können die sie oft schon ganz anders gekleidet werden und es geht hier um Sommerbabys:

  •  mind. 4mal Wickelbody langarm, 1mal Wickelbody kurzarm, aus Baumwolle.
  •  2mal dünne Baumwolljäckchen ohne Kapuze
  •  mind. 4mal Hosen mit breiten Bund und Fußbündchen
  •  1mal dickere Strickjacke ohne Kapuze
  •  1-2mal Erstlingsmützen
  •  2 Paar Socken
  •  mind. 4mal Lätzchenhalstücher
  •  1 Paar Hausschuhe/Strickschuhe
  •  1 Paar Baumwollhandschuhe
  •  2mal Schlafanzüge, wenn es ein kühlerer Sommer ist mehr
  •  1 Strampelsack

Erläuterungen zur Liste, Links zu hübschen und/oder praktischen Modellen:

Alles möglichst kurz vor Termin kaufen, da dann das Wetter besser abschätzbar ist (man muss halt auf Wetterprognosen vertrauen können)

Body: In vielen Listen heißt es, dass Kurzarmbodies unerlässlich seien, meine Hebammen haben allesamt zu Langarmbodies geraten. In unseren Gefilden ist es vielleicht maximal im absoluten Hoch-Hochsommer so warm, dass man ein Neugeborenes in einen Kurzarmbody steckt, mal von T-Shirts abgesehen. Natürlich sollte das Kind nicht überwarm eingepackt werden, aber in einem Langarmbody aus dünnem Baumwollstoff ohne zusätzliche Schicht wird es dazu auch nicht kommen. Falls der Sommer doch wider Erwarten bombastisch heiß wird, kann ja ein einzelner Kurzarmbody vorsorglich gekauft werden, ich würde hier aber nicht das teuerste Lieblingsmodell kaufen, wenn dieses nämlich im Schrank vergammelt nagt es doch schon ganz fies an einem. Alles in allem kann man jedoch von Langarmbodies nie genug bekommen, vor allem wenn Ihr vorhabt zu stillen, denn gerade Stillbabys schaffen es immer wieder die Windel zu sprengen und dann heißt es wechseln, wechseln, wechseln, mal ganz abgesehen von Speikindern (ich erinnere mich noch heute mit Grauen an den Mount Wäscherest in meinem Badezimmer – ja die Basisstation hiervon ist immer noch vorhanden und das wird sicher noch die nächsten Jahre so bleiben). Solltet Ihr noch nicht gut geübt im Wickeln und Einkleiden sein, dann empfehle ich unbedingt vollständig aufknöpfbare Wickelbodies. Die ersten 100 Umziehaktionen gleichen nämlich bei den weniger beherzten unter uns einem Eierlauf, mit der ständigen Angst dem sehr, sehr, sehr kleinem Baby irgendwas auszukugeln oder zu brechen und vor allem ist es gar nicht so leicht einem liegenden Baby möglichst zackig das Teil über den Kopf zu ziehen. Jede Minute zählt und mit dem aufknöpfbaren Modell erspart ihr Euch hoffentlich die Hitzewallungen vor der Wickelkommode oder noch schlimmer – die im Behandlungszimmer des Kinderarztes.

(Links zu einigen Modellen: Vertbaudet, H&M, Noppies, Hess Natur, Petit Bateau)

Hosen/Strampler: Strampler haben wir selbst selten genutzt. Lediglich ein geschenkter Steiffstrampler hat sich als wahres Goldstück herausgestellt (sollte er auch sein, bei dem Preis). Dieser lässt sich oben über zwei Druckknöpfe größenverstellen und ist unten aufknöpfbar (Hier das Modell: Steiff) Daneben fanden wir aber die Kombination Body-Leggings/Hose-Jäckchen-Socken viel praktischer – weil mitwachsend, bei Sauereien einzeln austauschbar. Vor allem ein breiter Bund ist hier praktisch, weil dann die Hose erst mal oben umgeschlagen werden kann. Die Hosen haben unten bestenfalls einen Gummizug, damit die Hose beim Strampeln nicht immer hoch rutscht (sehr nervig, wenn das Kind immer mit nackten Waden rumliegen muss).

(Links zu einigen Modellen: American Apparel, H&M, Zara, Jako-O, Hess Natur)

Oberteile: Langarmtops sind in einem wirklich warmen Sommer zum Schichten über den Body eher unnötig. Praktisch sind dünne Jäckchen/Cardigans, da wiederum mitwachsend, schnell ausziehbar. Hier rate ich aber unbedingt von Kapuzen ab – wer das nicht glaubt einfach mal der Selbstversuch: Liegen mit Kapuze, macht das Spaß? Kapuzen sind meiner Meinung nach erst passend wenn das Kind sitzen kann.

(Links zu einigen Modellen: American Apparel, Zara, Baby Walz, Vertbaudet)

Jacken: Wenn Ihr mit dem Baby einen ersten Spaziergang unternehmt, wird es vermutlich im Kinderwagen liegen. Dort braucht es keine eigene Jacke, sondern eine kuschelige Babydecke. Wir haben keine Jacke gebraucht. Im Autositz, an kühleren Tagen, hat unser Kindchen noch ein dickeres Strickjäckchen getragen, über der eigentlichen Kleidung.

Schlafanzüge: Hier empfehle ich doch mal die Einteiler. Das Baby liegt nachts auf weniger Nähten, Säumen usw. Die Füsse verschwinden mit im Overall und liegen nicht kühl. Wichtig hier wieder möglichst weit aufknöpfbar. In ganz heißen Nächten reicht aber ein Langarmbody im Schlafsack. Also nicht zu viele kaufen!

(Links: Noppies, Ernstings Family, C&A)

Accessoires:

Strampelsack: Super, super! Hier könnt Ihr das Baby im Sommer nur mit Body bekleidet reinpacken oder wenns etwas kühler ist mit Hose beim kleinen Schläfchen zwischendurch. Gibt’s superschön bei Dawanda und supergünstig bei DM.

(Links: Dawanda)

Socken: Sockensammlungen sind unnötig. Babyfüße duften in der Regel wirklich wie Wattebäuschen (also nach gar nichts) und daher müssen Socken nicht ständig gewaschen werden (meist ist das Baby schon rausgewachsen ehe die Socken allesamt wieder aus der Wäsche zurück sind). Am besten fanden wir leichte Stricksocken aus dem Reformhaus – nicht abschrecken lassen, hier haben wir die besten Socken gefunden, schneiden nicht ein, sind bei jedem Wetter tragbar (aus Baumwolle)

socke

Mütze: Erstlingsmützen wie überall empfohlen, oder Mützchen die unbedingt die Ohren bedecken. Auch hier reicht ein Modell, es sei denn das Baby hat mit Milchschorf oder Kopfgneis zu kämpfen, dann gehen öfter Schüppchen ab und die Mütze wird schmutzig.

Handschuhe: Für Babys mit weichen Nägeln oder ‚Kratzbabys‘ (Mensch, das klingt fies). Gibt’s supergünstig bei H&M (Conscious-Kollektion).

Halstücher: Vor allem für Speikinder super praktisch! Hier so viele wie möglich – die müssen ständig ausgetauscht werden und können später weitergenutzt werden wenn die ersten Zähnchen kommen und damit die Speichelsinflut (Modell: 1)

Hausschuhe: Für unterwegs im Babysafe oder an kühleren Tagen. (Modell: 1)

Alles andere: Schicke Schuhe, Hemden, Blusen, Kleider usw. sind reine Spielerei, nett für’s Foto aber ansonsten unpraktisch. Obwohl wir einen recht ausgeprägten Sinn für Mode haben und auch das ein oder andere Kleidchen etc. gekauft haben, haben wir diese Teile nach dem ersten Tragen im Schrank verschwinden lassen, weil’s weder uns noch dem Kindchen Spaß gemacht hat. Hier empfehle ich, solche Teile unbedingt über Ebay oder Babyflohmärkte zu erstehen – die gibt es dort nämlich en masse und wie neu, denn wie gesagt…

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